Aus der Praxis · Katja Gath

Juckreiz beim Hund — wenn die Haut nicht zur Ruhe kommt

  • Home
  • Blog
  • Juckreiz beim Hund — wenn die Haut nicht zur Ruhe kommt
Aus der Praxis · 5 Min. Lesezeit

Kratzen, Lecken, Knabbern am eigenen Fell — viele Hundebesitzer kennen das. Manchmal ist es eine Phase, manchmal zieht es sich über Wochen. Was mir in der Praxis immer wieder auffällt: Juckreiz ist selten nur ein Hautthema. Er ist oft ein Symptom, das uns zeigt, dass im Körper etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Statistik: 10–15% aller Hunde entwickeln eine atopische Dermatitis — eine der häufigsten Hauterkrankungen überhaupt. (Quelle: Vetline.de, Canine atopische Dermatitis — ein Update, 2025)

Hinzu kommen Hunde mit anderen Ursachen — Futterunverträglichkeiten, Parasiten, gereizte Haut. Juckreiz ist also kein Einzelschicksal, sondern eines der häufigsten Themen, mit denen Hundebesitzer zu mir kommen.


Wo die Ursachen liegen können

Bei vielen Hunden, die ich begleite, spielen mehrere Faktoren zusammen: Futterunverträglichkeiten, Umweltreize wie Pollen oder Hausstaubmilben, oder eine Haut, die durch häufiges Baden oder aggressive Pflegeprodukte aus ihrem natürlichen Schutzfilm geraten ist. Auffällig ist auch, dass rund 70 Prozent der betroffenen Hunde bereits im Alter von ein bis drei Jahren erste Symptome zeigen (Quelle: Bundesverband für Tiergesundheit e.V.) — der Juckreiz zeigt sich also oft schon früh im Hundeleben.

Was ich als ersten Schritt empfehle
Bevor man irgendetwas behandelt, lohnt sich ein genauer Blick auf das Verhalten. Worauf Sie achten können:

Wann genau tritt der Juckreiz auf?
Gibt es einen Zusammenhang mit der Fütterung?
Verändert sich das Verhalten mit der Jahreszeit?
Diese Beobachtungen sind oft der wichtigste Hinweis. Auch ein Blick auf die Fütterung ist sinnvoll — der Darm und die Haut hängen enger zusammen, als viele denken.

Was von außen helfen kann
Sanfte, unterstützende Maßnahmen wie Bioresonanz oder eine angepasste Fütterung können helfen, den Körper bei seiner natürlichen Balance zu unterstützen.

Aus meiner Praxis: Ich arbeite gerne mit Spirulina und Klettenwurzel, die die Haut von innen unterstützen können — ein Ansatz, der mir bei der Begleitung von Hunden besonders am Herzen liegt.

Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche oder tierheilkundliche Beratung im Einzelfall. Bei anhaltenden Beschwerden empfehle ich ein persönliches Gespräch.

Schlagworte: Hautgesundheit, Ernährung, Hund


ATM Absolvent Tierheilpraktiker Zertifikat Hofmag Logo
Rayonex Logo mkw logo